Sonntag, 8. September 2013

Sonntagsfreuden ...

... wenn die Uhren anders ticken.


Noch  vielerlei Sonntagsfreuden findet ihr bei Maria.

Vor ein paar Tagen hakte zuerst das Programm zum Bilder hochladen, und dann hat mein Rechner beschlossen, seinen Dienst gänzlich einzustellen.
Weil weder zetern noch klagen etwas nutzt (mit dem PC arbeiten, o.k., aber ihn zum Arbeiten zu bringen, keine Chance), habe ich den Fall meinem persönlichen (fast) alles Könner übergeben und nach vielen Stunden überlegen, tüfteln und testen, läuft der Rechner seit eben wieder, allerdings mit dem Kommentar "Ich weiß nicht wie lange!" Der Gute hat nun auch schon etliche Jahre auf dem Buckel - der Rechner natürlich ;o)

Zeit - Zeitplanung - Zeitmangel - Zeitvertreib - immer wieder herausfordernd, wenn etwas anders läuft, als es geplant war. Eine Herausforderung stellt dieses (Halb-) Jahr wieder die Koordinierung der Stundenpläne der Kinder mit unseren sämtlichen Terminen dar. G8 ist für mich immer noch eine der größten Fehlentscheidungen der letzten Jahre. Kindheit adé. Auch hier hieß es daher "Nein" zu einem außerschulischen Termine, um die Tage der Kinder, an denen sie bald 12 Stunden außer Haus sein würden zu reduzieren. Davon, dass nur einmal morgens (gelegentlich eine Erleichterung) ein Bus aus dem "Außenbezirk" und einmal mittags zurück aus der Nachbarstadt pendelt (den die Kinder nie erwischen), ganz zu schweigen. Natürlich könnten wir die Kinder an einer anderen Schule anmelden und die Kontakte zu alle Freunden, die sie seit mehr als zehn Jahren haben, kappen, aber das ist es nicht, was wir wollen. Dies ist halt der Zwiespalt zwischen Idylle und Realität. Gott sei Dank bekommen wir das Allermeiste geregelt, jeder muss halt ab und zu etwas zurückstecken.
Wir wünschen uns ein Zusammenleben, wozu jeder etwas besteuern kann - Erfahrungen, wie auch Anstöße, bestehende Sichtweisen neu zu überdenken, wo es Freiräume und wo es Pflichten gibt, loslassen und heimkommen. Ich bewundere, wie die zwei die schulischen Anforderungen und gelegentlichen sozialen Konflikte packen und hier zu hause dann oft in ländliches und handwerkliches Arbeiten vertieft sind. Und ja, auch Zank und Streit kommen nicht zu kurz.
Vor einigen Jahren haben wir alle zusammen die Wiederholung einer Dokumentation im Fernsehen verfolgt und ganz besonders in den letzten Jahren haben wir uns häufig an bestimmte Szenen aus diesem Film erinnert. Vielleicht haben einige Das Schwarzwaldhaus gesehen und wissen, wovon ich rede. Wenn jemand etwas Zeit und Interessen hat, dem kann ich diese Folgen sehr ans Herz legen. Eine fünfköpfige Familie aus Berlin lebt für zehn Wochen um 100 Jahre in die Vergangenheit versetzt auf einem Hof im Schwarzwald, ohne Strom, ohne fließendes Wasser, ohne Supermarkt, ohne PC....

Welche Auswirkungen könnte so ein (befristetes) Leben mit sich bringen?


Kommentare:

  1. Oh... mein Traum! Das würde ich ZU gerne einmal am eigenen Leib erfahren! Ich denke, es würde das Leben entschleunigen und mir gleichzeitig zeigen, wie wenig ich tatsächlich brauche.
    Ich nehme an, ich wäre abends stehend k.o. wegen ungewohnter körperlicher Arbeiten, die ich ja im hier und jetzt so nicht verrichten muss.

    Ich denke, es würde gewisse Wertevorstellungen verschieben. Was nicht da ist, ist eben nicht da - ich kann nich mal eben zum Supermarkt flitzen und Milch oder Butter holen.

    Und ich könnte hier keine Kommentare absondern... ;-)

    Spannend fände ich das allemal.

    Ich hätte auch sicher nicht per Post so schnell wunderbare Stockrosensamen bekommen.... VIELEN DANK dir!!!! Ich habe mich total darüber gefreut, so schöne Määääh-Post zu bekommen!!

    Liebe Grüße vom
    LandEi

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    1. "Am eigenen Leib erfahren", das ist es, erst dann spüren wir im wahrsten Sinn des Wortes, was Hunger, Müdigkeit und viele andere Grundbedürfnisse und Empfindungen sind.
      Nach drei Wochen im Zelt ist die erste Nacht im eigenen, bequemen, großen Bett ein Genuss!! Dennoch möchte ich diese Art Ferienunterkunft nicht missen und so lange es geht so reisen.
      Liebe Grüße auch dir
      Birgit

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  2. Vile sollten sich mal zurückvrsetzen lassen.
    Gerade heute habe ich auch über dieses Thema geschrieben. Schon ein zurückversetzen in meine Kindheit würde viele staunen lassen.
    Einen schönen Sonntag wünscht
    Irmi

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    1. Wenn Eltern und Großeltern früher aus ihren Kindertagen erzählten, war es oft schwer vorzustellen und heute? Für unsere Kinder erscheinen die Erinnerungen, die doch nur 30 Jahre hinter uns liegen, manchmal unvorstellbar.
      LG, Birgit

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  3. Hallo Birgit,

    ich hoffe, dass dein Computer wieder richtig läuft und vor allem hält was er im Moment verspricht.

    Ja der Alltag kehrt wieder ins Land mit Schule, Arbeit und allem was dazu gehört. Die Schule geht irgendwann mal vorbei, auch wenn es noch ein Weilchen dauert, aber die Idylle bleibt ;o)))

    Ich wünsch dir einen guten Start in die neue Schulsaison und einen schönen Sonntag

    LG Mela

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    1. Er zickt noch gelegentlich, aber ich hoffe, er hält noch ein Weilchen durch ;o)
      Das nächste halbe Jahr hat für uns einiges auf Lager, das steht fest.
      Auf bald, Birgit

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  4. Die gute Aalte zeit war ja nicht nur gut. Das dürfen wir nicht vergessen.
    Unsere Urgrosseltern trafen in ihrem ganzen Leben so viele Entscheidungen, wie wir in einer Woche!! Angefangen bei Kleiderwahl am Morgen, über das Frühstücksgetränk etc.... Früher war klar, Abreitstracht, Sonntagstracht. Essen gabs, was da war. Was auf der Welt passierte, welche Welt?? Die hörte im Nachbardorf auf.
    Den Stress heute ist zum Teil hausgemacht, zum Teil auch vorgegeben. Ich nehme mir Computer- Handy- freie Zeit. Fernseher habe ich nicht. Und immer wieder prüfen, was will ich? Was brauche ich, und was ist eine Überforderung??
    Herzlichst
    yase

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    1. Die Medizin, Auto, Waschmaschine - viele Sachen möchte ich heute nicht missen, und das Erinnern an Zeiten, in denen es mit weniger Technik auch geklappt hat, sind für mich Motivation und Antrieb.
      Alles Liebe, Birgit

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  5. Moin Birit,
    ob die gute alte Zeit wirklich so war, lassen wir mal so stehen!!!
    Ich habe diese Folgen auch gesehen, habe die Mitwirkenden wirklich bewundert!
    Für mich wäre es nix! Bin auch der absolute Camping-Gegner! Im Urlaub habe ich Urlaub!
    Froh bin ich auch, dass ich den schulischen Stress der Kids hinter mir habe!!!!
    Keine Zeit die ich unbedingt wiederholen möchte!!
    Ich wünsche euch gutes Gelingen!!!
    ♥lichst
    Manuela

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  6. Lieben Dank für deine guten Wünsche, ein Weilchen ist bei uns schon noch Schule angesagt ... aber ich bin sicher, danach wartet eine andere Herausforderung ;o)
    LG, Birgit

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  7. Wir leben ja auch "draußen" auf den Lande, allerdings ohne Kinder, es ist vieles beschwerlicher und die weiten Wege brauchen eben viel Zeit.
    Auch wir leben altmodisch, haben z.B. keine Heizung im Haus, sondern nur die Stube mit Ofen...
    Ja, "Der Schwarwaldhof" hatte es mir auch sehr angetan, allerdings ganz so möchte ich auf die Dauer nicht leben müssen, das war ein zu hartes Dasein.. aber man wußte was man getan hat und wofür.
    LG und hoffentlich hält Dein PC noch lange durch..Petra

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    1. SO leben - wie vor 100 Jahren, das möcht sicher niemand mehr, ich auch nicht, aber mich erinnern und wertschätzen, was für uns heute jeden Tag selbstverständlich ist, das will ich versuchen.
      LG auch an dich!

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  8. Liebe Birgit,
    oh , da schreibst Du wahre Zeilen ....Es gitb heute Dinge, die man einfach nicht mehr missen möchte, wie Du schon sagst, Medizin, Auto, Waschmaschine, aber.... immer wenn ich solche Filme sehe ( ja, auch ich hab das Schwarzwaldhaus verfolgt und fand es klasse!) , denke ich, das ging auch alles! Ein hartes und karges Leben, aber die Leute waren zufrieden.
    Aber trotzdem ist auhch unsere Zeit, jetzt, so wie sie ist, eine schöne Zeit, wenn wir uns nicht hetzen lassen und unsere Werte, die für uns wichtig sind, nicht außer Acht lassen.
    Schön, daß Dein PC wieder arbeitet :O)...auch so ein schönes Ding, hätten wir uns anders kennenlernen dürfen? *lächel*
    Ich wünsch Dir einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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    1. Der Rechner ist ein gutes Beispiel (schon allein die Tatsachen, dass man zu dem Teil gehört, der einen PC besitzt), so lange er funktioniert, ist alles wunderbar, aber wehe, die Kiste läuft nicht. Wenn es dann noch jemanden in der Familie gibt, der ihn wieder reparieren kann, was für ein Glück - und auch schön, wenn man jemandem anderen mit seinen Fähigkeiten helfen kann und wieder ein andere hat einen Betonmischer oder Rasenmäher zu verleihen. So ein Miteinander schätze ich sehr.
      Dir auch eine gute Zeit, Birgit

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  9. Liebe Birgit,

    vielen Dank für die Anregung(den Film) .Ich kannte den nicht, denn damals, als der lief lebte ich sehr einfach, ohne Fernseher(auch ohne Computer und handy) und ohne viel anderen Komfort "jwd"und mit viel Arbeit. Ich habe dadurch Vieles mehr zu schätzen gelernt, aber bin auch froh, wieder mit mehr Komfort zu leben. Der Aspekt der Gesundheit ist auch wichtig, denn ich habe auch gesundheitliche Probleme gehabt.
    Viele Menschen auf der Welt leben noch so einfach, ich habe einmal wieder daran gedacht. In unserem zivilisiertem und modernen Leben verlieren wir manchmal die Verbindung zur Natur und zu uns selbst, auch das habe selbst ich erlebt. Eine gute Balance zwischen einfach und komfortabel finde ich für mich wichtig.

    Liebe Grüße Anne(Rosendame)

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    1. Einige Jahre, als die Kinder noch kleiner waren, hatten wir auch kein Fernsehen. Haben ab und zu einen Film aus der Bücherei ausgeliehen und am kleinen PC-Monitor geschaut, ging auch und war eine schöne Zeit. Jwd ;o) wohnen wir jetzt auch und über Langeweile können wir uns nicht beklagen, aber ich bin so zufrieden und möchte nicht mehr tauschen.
      Es stimmt, halbwegs gesund zu sein ist das Wichtigste und eben bei all dem Luxus, den wir jeden Tag nutzen können, den Blick für scheinbare Kleinigkeiten nicht aus den Augen zu verlieren.
      Ich freu mich dich kennen zulernen!
      Birgit

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  10. Ehrlich gesagt schätze ich einige der Errungenschaften unsere Zeit zu sehr um mich in die Vergangenheit zurückziehen zu wollen.
    Was ich aber wichtig finde, dass man Wissen aus diesen Zeiten nicht verliert bzw. aus den Augen verliert.
    Auch dass unser Nachwuchs weiß das Milch nicht von blauen Kühen kommt und wie ein Apfel aussieht, der frisch vom Baum kommt war uns wichtig zu vermitteln.

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