Donnerstag, 23. Januar 2014

Sieben Wochen ohne ...


Diese Bilder von heut früh sind nun so gar nicht mehr wintergrau sondern frisch und farbig, wie ich es schon seit Tagen nicht mehr erlebt habe. Sie strahlen die Schlichtheit und Zufriedenheit aus, die mich beim Schauen nach dem Wasser der Tiere und beim Füttern umgab (das Heu vom Sommer ist ein regelrechter Festschmaus für die drei und war die Mühe wert - Pünktchen knabberte just in dem Moment an meinem Schuh). 



Wesentlich, ausreichend, zufrieden sind Worte, die mich seit mehreren Wochen begleiten. Auszuloten, worin liegt das Wesentliche für mich, für uns. Sind wir genügsam, was brauchen wir wirklich und was ist ganz ehrlich  gesagt Luxus (den ich, auch ganz ehrlich, ungern missen möchte) und letztlich, was ist es, das uns Zufriedenheit schenkt. Die Bereiche sind vielfältig, Nahrung, Kleidung, Urlaub, die Liste lässt sich noch weiter führen. Mein Wagen, den ich nach Werkstatt-Meinung vor fast  einem Jahr besser zum Schrotthändler hätte bringen sollen, läuft nach der Reparatur bis heute wunderbar. Auf der Suche nach alten Fotos für die "Es war einmal" Aktion fand ich Kleidungsstücke und Gegenstände, die es jetzt noch gibt und genutzt werden. Aber beim Angehen des Versuchs, den Verpackungsmüll zu reduzieren, sah die Welt schon nicht mehr so rosig aus. Der Metzger reagierte skeptisch zurückhaltend, beim Bäcker erst gar keine Diskussion, die Ernüchterung dann im Supermarkt. `Du solltest es doch eigentlich wissen´, meldet sich die innere Stimme. Jaja, habe ich alles mal gelernt und doch verschiebt sich auch mein Fokus mit der Zeit.
Zeitmangel, Bequemlichkeit, veränderte Lebensumstände lassen die Konturen von eben diesen wesentlichen Dingen verschwimmen, vieles andere schiebt sich dazwischen. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten. Meine Einkaufs-Zeitplanung werde ich anders legen müssen, wieder mehr selber herstellen und Sinn und Nutzen von bisher gekauftem überdenken. So habe ich beschlossen nun schon mal mit dem Üben zu beginnen, um dann weiter vom 05.03. bis 20.04.2014 sieben Wochen ohne Verpackungsmüll zu einzukaufen und anschließend, zur Verfestigung der neuen Gewohnheiten, b.a.w. weiterzumachen. Ich weiß auch, dass es nicht komplett ohne Müll gehen wird. Den trockensten Ausspruch zum Thema las ich in einem Artikel: "Versuchen Sie mal Toilettenpapier ohne Verpackung zu bekommen!". Oder auch Waschpulver, Medikamente, ...  aber es gibt genügend Räder und Rädchen, an denen es sich drehen lässt. Ehrlich, wie es sich entwickelt, welche positiven und  überraschenden Erfahrungen ich machen werde, möchte ich nach und nach berichten.
Noch andere, ganz tolle Möglichkeiten sind bei Maria und Ghislana nachzulesen.



Herzlich willkommen heiße ich euch beiden: Galina macht im Zwergental wunderschöne Handarbeiten, nicht nur aus Wolle und Michaele´s größte Leidenschaft  ist schon seit Kindesbeinen das Handarbeiten. 

Kommentare:

  1. Es ist verdammt schwer, ohne Müll einkaufen zu gehen, zumindest im Supermarkt. Hier verkaufen die z.B. Fleisch am liebsten aus der SB Theke und das ist gleich doppelt in Plastikschalen, plus Folie, verpackt.

    Ich schaue auch immer drauf, möglichst Müll zu vermeiden, meine Einkaufsquellen sind aber, Dank unseres ländlichen Umfelds hier, besser als in der Stadt. Das geht über Milch, Obst und Gemüse, Eier, Fleisch und Wurst (ja, beim Biometzger oder direkt vom Erzeuger, klappt das auch ohne Müll) bis zum Honig. Unser Imker bittet z.B. extra darum, die Gläser zurück zu bekommen.

    So ganz ohne Müll geht es auch hier nicht, aber ich denke jede eingesparte Verpackung ist ein Stückchen Gewinn für die Umwelt. Wir haben hier übrigens eine ansässige Molkerei, die auch Joghurt in Pfandgläsern hat. So etwas finde ich besonders begrüssenswert. Da kommt beides zusammen, regionaler Hersteller und kein Plastik.

    Ach ja, das ist ein Thema, über das man Stunden diskutieren kann, aber ich will es nicht übertreiben ;)

    LG Manuela

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    1. Fleisch gibt es hier selten und wenn vom besagten Metzger oder Bioladen, aber gerade beim Verkauf dieser Frischwaren schiebt der Gesetzgeber ja wegen der Hygienevorschriften einen Riegel für "eigener" Verpackung vor. Einem kleinen Bio-Betrieb hier wurde nach Jahren sogar untersagt, seine Eier (in einem Häuschen mit Spardosen-Kasse auf Vertrauensbasis, das den ganzen Tag geöffnet hatte) weiter zu verkaufen, in GB gibt es PYO auf dieser Basis an jeder Ecke. Rohmilch bekamen wir vor dem Umzug auch in Flaschen direkt vom Erzeuger. Leider liefert er nicht bis hier (was ich verstehe und keinen Sinn macht), einen Ersatz habe ich noch nicht gefunden. Wobei die Reinigung der Flaschen und Enstorgung der Tetrapacks ähnliche aber andere Umweltbelastungen verursacht. Es ist und bleibt ein heißes Eisen, auf Anregungen, Alternativen und Tipps bin ich sehr gespannt. Dank dir!

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    2. Du wohnst doch aber auch ländlich, oder? Ich bekomme die Milch am Hof direkt in meine eigenen Milchkannen gefüllt. Oft hilft es, einfach mal bei den Landwirten zu fragen, hier machen das viele so.
      Die Häuschen mit den Spardosen stehen hier auch überall, das fehlte noch, dass das jemand verbietet.

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    3. Als Kind holte ich früher so unsere Milch. Sonntag bin ich hier im Dorf zu einem Landfrauen-Kabarett eingeladen und gespannt, ob sich Gespräche in dieser Hinsicht ergeben.
      Werde berichten.

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  2. Also auf diesen Bericht bin ich wirklich mal gespannt. Ich stehe hier immer fassungslos vor den Bergen von Plastikmüll. Vieles mache ich selbst und ernte kopfschüttelnde Kommentare wie "Das kann man doch kaufen!" Will ich vielleicht gar nicht.
    Im Sommer habe ich auch alles mögliche für die, nein das Kaninchen getrocknet. Nun wird es genussvoll verspeist. Die Mühe hat sich echt gelohnt. So viele verschiedenen Kräuter kann man eben NICHT kaufen.
    LG Ursula

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    1. Du hast recht, so ähnliche Kommentare kenne ich auch. Es wird sicher auch hier in der Familie die eine oder andere Diskussion geben. Trotzdem.
      LG, Birgit

      P.S. Unser Kaninchen steht unheimlich auf Pastinaken-Schalen

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    2. Pastinaken? Muss ich mir unbedingt merken. Ich habe seit letztem Jahr Topinambur. Da bleibt auch kein Krümelchen übrig.
      Danke für den Tipp.
      LG Ursula

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  3. Eine tolle Idee mit weniger Verpackung ich achte drauf aber es ist wirklich schwierig und ich bin gespant was du uns alles noch zeigen oder erzählen wirst Danke.Lg Galina

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  4. Hallo Birgit,
    mal sehen, welche Erfahrungen du bei der Müllvermeidung sammeln wirst, vielleicht kannst du brauchbare Tips geben und ich bin dann ganz Ohr?
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  5. Liebe Birgit,
    Superschöne Fotos hast du gemacht.
    Ja und was für ein interessantes Vorhaben, bin gespannt.
    Alles Liebe von Tatjana

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  6. Ohne Verpackungsmüll, das ist schwer und ein ständiger Kampf, ständiges Aufpassen!
    Liebe Grüße
    Gabi

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  7. Ein schwieriges Thema :) Ich bin mal gespannt auf deine Erfahrungen. Und!! Du hast mich dazu gebracht, mir mal ein paar Gedanken darüber zu machen :)
    Danke!!
    Herzlichst
    yasehttp://madebymoonkindle.blogspot.ch

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  8. Liebe Birgit,

    genau dieses Thema hatten wir gestern bei unserm Mädelstreff. Ich habe den Mädels Einkaufsnetze gehäkelt und so sind wir dann auf den Verpackungsmüll gekommen. Ich finde es auch oft unglaublich wie viel Plastikmüll man alleine nach dem einkaufen im Supermarkt hat. Ich bin sehr gespannt wie das geht, vielleicht ergeben sich auch wirklich Tipps und Tricks. Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf denn ich würde auch sehr gerne weniger Plastikmüll verbrauchen. Ganz süß sind die Beiden, einfach zum Knuddeln.

    Herzliche Abendgrüße

    Kerstin

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  9. Wunderschöne sind deine Bilder von heute Morgen und auch dein Vorsatz zeitbegrenzt möglichst wenig Müll heimzutragen finde ich super. Da werde ich in Zukunft auch wieder mehr darauf achten.
    Liebe Grüsse
    Berni

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    1. Die "Zeitbegrenzug" hat wohl eine Startpunkt, doch will ich so gut und lange wie möglich daran festhalten. Im Grunde arbeiten wir schon ewig an diesem Thema, doch besteht immer wieder "Rückfallgefahr" ;o)
      LG, Birgit

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  10. Alles schon geschrieben,sowünsche ich dir ein schönes Wochenende ♥ Mathilda

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  11. Liebe Birgit,
    das ist manchmal gar nicht so einfach, den Überverpackungsmüll zu vermeiden. Wir versuchen es auch, stossen aber an eben diese Grenzen die Du auch kennst. Es ist wichtig anzufangen, immer wieder nachzufragen und so Schritt für Schritt umweltfreundlicher zu konsumieren und leben. Plastikartikel möchte ich nicht mehr kaufen, erschreckend wo überall nur noch mit Plastik gearbeitet wird ... Häufig verbrauchte Lebensmittel in Bio-Qualität kaufen, mit Holzpellets heizen, nur ein Erdgasauto fahren, viele Wege mit dem Fahrrad - all das sind kleine Schritte, aber die Richtung stimmt.
    Ich wünsche Dir große Erfolge
    Liebe Rosaliegrüße

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  12. Ein schönes Posting, liebe Birgit -
    traumhafte Bilder, ein gut geschriebener, nachdenklich machender Text. Die Verpackungsmüllfrage. Ja, wir haben das auch schon mal probiert. Nur zu reduzieren, nicht GANZ zu vermeiden, denn das hätte sowieso nicht geklappt bei uns. Zurückhaltend sind wir immer noch, aber ohne es uns zuuu schwer zu machen. Waschpulververpackungen kann man vermeiden, indem man Waschnüsse kauft. Die sind zwar auch verpackt, aber man hat ziemlich lange was davon, außerdem sind sie selber umweltfreundlicher als Walschpulver - und mit etwas Glück findet man sie in einem Stoffsack verpackt, den kann man dann für anderes weiter verwenden. Ob man so weit gehen möchte, Klopapierverpackungen zu vermeiden, indem man die indische Methode mit Wasser wählt oder die archaische mit Huflattichblättern oder die altbäuerliche mit Zeitungspapierschnippeln, ist natürlich eine Frage für sich. (Ich persönlich hab die indische Methode ausprobiert und finde sie nicht übel, allerdings haben unsere Toiletten hier nicht den praktischen Duschstrahl, den es in indischen Hotels gab ;o)) Auf deine Erfahrungsberichte warte ich jedenfalls gespannt!
    Einen schönen Abend noch an dich und deine 2- bis 4-beinigen Lieben und herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    *♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥*

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    1. Schade, dass ich diesen Artikel nicht mehr finde (ist schon eine Weile her), denn letztlich wurde dort dann auch die Waschlappenmethode praktiziert. Aber es gibt eben auch viele, viele weitere Ansatzpunkte. Mit dem Ergebnis der Waschnüsse (als alter Hobbythek-Hase natürlich damals probiert) war ich gar nicht zufrieden. Meine Bande hier ist in Bezug auf Schutz jeglicher Art sehr liberal eingestellt und nimmt mit, was geht, da werden (und bleiben) aus weißen, rosa, grünen Socken ruckzuck graue...
      Aber wir bleiben am Ball!!

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  13. Lieeb Birgit,
    das ist ein sehr lobenswertes Vorhaben und ich bina uch gespannt, was Du berichten wirst! Ich denke, ganz ohne, wird es nicht gehen, aber ich laß mich auch gern eines Besseren belehrren!
    Danke für die stimmungsvollen schönen Bilder!
    Ich wünsch Dir einen schönen Tag und einen guten Start ins Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  14. So wunderschöne Bilder! Hier ist es seit Tagen nur GRAU und ungemütlich..
    Ich überdenke im Moment auch so einiges...
    LG, Petra

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  15. Liebe Birgit,

    diese Schafe sehen ja toll aus, wie mit Mänteln :-)
    Deine Idee zur Verpackungsredunktion finde ich toll.
    Ich versuche auch wo es geht zu vermeiden, bzw auch mehrfach zu nutzen, habe aber in manchem resigniert.
    Vielleicht kann ich ja von dir lernen :-)

    LG Anne

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  16. Liebe Birgit,
    es ist immer ein Hochgenuss, bei Dir zu lesen. Ganz besonders gilt das für diesen Post. Den Inhalt will ich gar nicht kommentieren, denn da gibt es nichts hinzuzufügen. Besonders gefallen hat mir wieder einmal, wie sich bei Dir das äußere mit dem inneren verbindet. Diese wunderbaren ruhigen, friedlichen Bilder, die einfach wunderbar zu Deinen ruhigen friedlichen und doch auch nachdenklichen Worten passen.
    Eine Oase, zu der ich immer wieder gerne komme.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende
    Creaphila

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    1. Es stimmt, es wird ruhiger hier. Wenn alles mit Schnee bedeckt ist und die Welt, der Verkehr, Termine dadurch auch langsamer werden, ist es noch schöner. Aber vermutlich hatten wir die Portion Schnee für dieses Jahr schon im letzten Winter abbekommen ☺
      Dir auch alles Liebe, Birgit

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  17. Liebe Birgit,

    was haben deine Schäfchen für ein geniales langes Fellchen, boah das gibt sicher schöne Wolle ab....

    Schön hast du das zusammengefasst mit der Verpackung usw. Es gibt da eine Geschichte aus den 80 igern die ich so super fand, die man aber leider nach 3 Wochen wegen Hygiene wieder eingestellt hat. Das war damals die Idee, dass man sich zB Wurst und Käsewaren gleich in Tupperbehälter an der Verkaufstheke einpacken lässt um eben Papier und Plastik zu sparen......

    Ich finde die Welt ist so verdreht, man kann die irgendwie nicht mehr auf den richtigen Weg bringen, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht - leider.

    Ich wünsch dir einen guten Start ins neue Wochenende

    LG Mela

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  18. Liebe Birgit, wie seltsam: gerade haben Matthias und ich über dem Computer gebrütet, um noch mehr regionale Anbieter für Fleisch und Lebensmittel zu finden. Uns nervt oft dieses nicht wissen, was wir da eigentlich gerade konsumieren, die oft sehr üppige Verpackung und leider oft auch schlechte Qualität. Das passt ganz gut zu deinem Post - wir haben gestern auch über die Fastenzeit gesprochen und beschlossen, in vielerlei Hinsicht abzuspecken. Mir geht der ungezügelte Konsum so auf die Nerven. Ich fühle mich davon teilweise wie erstickt. Kann dich gut verstehen und wünsche dir viele positive Erfahrungen und Impulse.
    Ein schönes Wochenende!
    Katja

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    1. Die anstehende Fastenzeit hat mich auch zu diesen Gedanken veranlasst, und darüber hinaus dran zu bleiben. Vertrackter Weise scheint es hier in direkter Umgebung keinen ab-Hof-Verkauf zu geben, aber ich suche weiter.

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