Dienstag, 10. Juni 2014

verlieren und gewinnen


Beides liegt so nah bei einander!



Vor einer Woche konnten wir bei strahlendem Sonnenschein und beständigem Wetter eine Hälfte der Wiese mähen. Mitte der Woche wurde das Heu dann geschwadert, d.h. gewendet und zu Reihen geharkt (das, was wir letztes Jahr per Hand getan haben).  




Die Kinder haben zum Glück richtig Spaß, mit dem Trecker zu arbeiten und ich staune, wie schnell sie das alles begreifen. Mal ein Schauer machte nichts, die Sonne trocknete den Regen schnell wieder. Es sah alles nach einer wunderbaren Heu-Ernte aus.




Und auch die restliche Wolle der Schur konnte in der Sonne trocknen. Wir waren froh und zufrieden, wie es sich entwickelte.
Am Sonntag Mittag, kurzfristig hatten wir beschlossen, den Pfingst-Gottesdienst doch nicht draußen zu veranstalten und waren froh, als der Regen dann auf das Kirchdach und nicht auf die Technik und Musikinstrumente prasselte,  fingen wir langsam an, uns Gedanken zu machen, ob wir das Heu trocken bekommen. Hoffnungsvoll hatte der Sohnemann noch zwei Mal das Heu geschwadert, bald war jedoch klar, dass es verloren ist.
Unser Junge hatte einen großen Heuhaufen zusammengetragen, der schon durch die Gärung ganz warm von innen her wurde. Darauf lagen wir eine Weile und haben neue Pläne geschmiedet: wie bringen wir das nasse Heu nun von der Wiese, damit die Schafe dann auf diesen Teil wechseln können und wir in ein bis zwei Wochen die andere Hälfte mähen können.
Kurz darauf zog dann ein heftiges anhaltendes Gewitter auf, wie schon in der Nacht zuvor. Wir standen lange draußen und haben geschaut.






Gewinnen: wieder erkennen wie groß der Einfluss der Natur ist - was ein Tag zu spät, oder zu früh für Auswirkungen haben kann - wie gemütlich sich ein warmes Heunest anfühlt und dont cry over split milk.
Und manchmal ist durch das Eine erst das Andere möglich.


Wozu der Mensch den Mut hat, dazu findet er auch die Mittel. 
Ernst Raupach

♥lich Willkommen Birgitt!

Kommentare:

  1. Das ist ja ärgerlich, aber wohl nicht zu ändern. Wir hatten Glück, kein Gewitter bei uns und unser Heu haben wir gestern eingefahren. Wir waren froh, daß es so geklappt hat.
    LG von Silvia

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  2. Wahnsinns Aufnahmen liebe Birgit. Die Natur zeigt uns hin und wieder wie klein wir sind. Glücklicherweise ist nur das Heu und keine Person zu Schaden gekommen. Diese zunehmenden heftigen Unwetter finde ich beängstigend.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  3. Liebe Birgit,

    als erstes tolle Bilder, am besten gefällt mir das Erste, das sieht irgendwie verträumt aus, irgendwie verwunschen, irgendwie, wie aus einem Harry Potter.

    Die Wolle ist ein Traum, boah wie die glänzt und die schönen Locken, eure Schäflein haben da was feines an sich wachsen lassen ;o))))

    Das mit dem Heu ist schade, weil der nächste Winter kommt bestimmt, aber wenigstens fängt es ja erst an und das Gras wird schon wachsen und wachsen und dann wünsch ich euch, dass die nächste Ernte besser ausfällt.

    Bei uns brennt sie Sonne auf uns nieder, gestern war es zwar leicht bewölkt, aber da kam nichts, heute scheint sie schon wieder und der ganze Himmel ist blau, es wird sicher wieder sehr heiß, das hättet ihr gebraucht, aber auf der anderen Seite braucht die Natur ja auch den Regen, weil gäbe es den nicht, dann gäbe es auch kein Gras mehr das wächst ;o)))

    ich wünsch dir einen schönen Tag und einen guten Start in die neue Woche

    GLG Mela

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  4. Hattet ihr denn eine gute Idee, wie ihr das Heu doch noch trocknen könnt? Oder wird es nun Silage?
    Der Himmel sah ja wirklich sehr bedrohlich aus! Solche "Wetter" haben wir auch schon zur Heu-Ernte erlebt - und meine Oma stand dann jedes Mal kurz vor einem Herzinfarkt ...
    Liebe Grüße schickt dir Doro

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    1. Der Sommer ist ja noch lang und wir werden es mit der anderen Hälfte der Wiese noch einmal versuchen. Silage machen wir nicht.

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  5. Liebe Birgit,
    ja, so ist es im Leben, in der Natur ...es wird weitergehen und es wird auch wieder andere Tage geben, und für die nächste Heuernte drück ich ganz fest die Daumen :O)
    wunderbare und sehr beeindruckende Bilder hast Du gemacht!
    Ich wünsch Dir einen schönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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  6. ...das ist wirklich blöd, liebe Birgit,
    dass die Heuernte verloren ist und eure Arbeit ohne Erfolg...als wir am Sonntag auf die Höhe fuhren, nach einem ausgiebigen langen Frühstück auf dem Balkon, ganz ruhig und gemütlich, fielen uns die Bauern mit ihren Gerätschaften auf, die meist wohl auf dem Heimweg vom heuen waren...wir sprachen darüber, dass es für die Bauern keinen Feiertag gibt, sondern sich alles nach dem Wetter richtet und das diese Arbeit viel zu wenig geachtet wird...man muß es schon lieben, damit man das machen kann...und damit man mit den Gegebenheiten und gelegentlichen Kapriolen der Natur zurecht kommt...ich bewundere das sehr...
    deine Fotos, sowohl vom Heu wenden als auch von den Gewitterwolken sind toll,

    lieber Gruß Birgitt

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    1. Das tun wir, es lieben! Sonst hätten wir sicher schon längst alles hingeworfen ☺
      Wie geschäftig die Landwirte noch bis spät in den Abend auf den Feldern sind, können wir hier auch oft beobachten.

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  7. Hallo Birgit,
    ich habe letzte Nacht Sandsäcke geschleppt und gezittert, dass alle heil davon kommen. Hier schaut es gruselig aus, wir kommen kaum von a nach b, im Moment hört man überall die Kettensägen, die die umgefallenen Bäume zersägen. Aber niemand ist hier zu schaden gekommen, nur ein bisschen Blech, was will man mehr. Ich bin dann auch wiieder mal putzen und wischen. Mir hat die Natur mal wieder deutlich gezeigt, wie klein wir sind.
    LG von der Maus

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  8. Das mit dem Heu ist ja super ärgerlich!!!

    Wir haben noch nicht gemäht - wird noch ein bisschen dauern...

    Das Wetter war bei euch ja wirklich schlimm - da sieht man immer wieder, was für eine Auswirkung das Wetter auf unser Leben hat.

    Hoffe, dass ihr beim nächsten mähen mehr Glück habt und reichlich Futter für den Winter einfahrt :)

    Deine Wolle sieht übrigens traumhaft schön aus :)

    Sonnige Grüße aus der Eifel - Petra

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  9. Ein bewegender Post, liebe Birgit. Bin noch ganz in Deinen Bildern und Worten.
    Ich hoffe, ihr könnt den Verlust "ausgleichen". Denke aber auch an frühere Zeiten, in denen solche Missernten ein existenzbedrohender Schlag waren . Und das ist noch gar nicht lange her ...
    Sei lieb gegrüßt und habe viel Freude an der schönen Wolle.
    Erika

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    1. Landwirtschaft, naturverträglich, als Broterwerb ist ein harter Job und einen Betrieb zu führen erfordert Kompetenz und Erfahrung in vielen Bereichen.
      Für uns dagegen bedeutet es nur ein bisschen mehr Arbeit, aber der Sommer ist ja noch lang, um neues Heu machen zu können.
      Für die Weiterverarbeitung der Wolle muss ich noch spezielle Kämme besorgen.

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  10. Toll, das ihr die Heuernte mit eurem neuen Traktor machen können. Euer Pfingstwetter war aber wirklich sehr unbeständig und die Gewitterwolken ein richtiges (etwas beängstingendes) Naturschauspiel.
    Die Wolle ist so schön und wie die glänzt. Ich kenne das gar nicht, die Schafe meines Onkels hatten so richtig rauhe Wolle..... kratz kratz!
    Liebe Grüsse
    Berni

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  11. Hallo Brigitte,
    wie immer war Dein Beitrag, ob in Wort oder Bild sehr beeindruckend.
    Hoffentlich glückt die 2. Heuernte, denn das Dazukaufen von Heu / Futtermittel ist nicht Sinn der Sache und kostet vor allem viel Geld.
    Wie hast du die Schafwolle bearbeitet, das ist ja ein Hingucker, so wie die glänzt.
    Ich habe schon oft aufgearbeitete Schafwolle gesehen, aber so geglänzt hat noch keine.

    Lieben Dank auch für Deinen netten Kommentar und alles Liebe
    WaltraudD

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  12. Ja, das Wetter war schon beindruckend dieses Wochenende, und hat sicher Vielen einen Strich durch die Rechnung gemacht..
    Die Wolkenfotos gefallen mir sehr, sehr gut!
    Mit lieben Grüßen
    Gabi

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  13. Liebe Birgit,
    Deine Fotos sind toll und lassen alles erahnen.
    Die Wolle sieht aus wie Engelshaar.
    Die Sache mit dem Heu ist sehr ärgerlich. Hoffentlich
    gibt der sommeer noch viel her.
    Es ist schon erstaunlich, wie gern die Jugend mit dem
    Traktor fährt. das ist doch Gaudi pur!
    Liebe Birgit, es ist schön, dass du alles entspannt siehst.
    Ärgern bringt nichts. die Natur holt sich ihr recht!
    Liebe Grüße schickt dir
    Irmi

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  14. Da hätte ich euch mal was von unserem Pfingstwetter abgeben mögen: Trocken und eine Affenhitze von Anfang bis Ende...
    Aber aus deinen Zeilen spricht viel Gelassenheit und die Einstellung, sich "alle Dinge zum Besten dienen zu lassen". Besseres Wetter für den weiteren Sommerverlauf wünscht euch
    Brigitte

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  15. Liebe Birgit,

    ja, das ist ärgerlich dass das Heu nun doch verloren ist. Ich hoffe die andere Hälfte klappt dann ohne Regen. Deine Fotos sind herrlich, vorallem die Schafwolle, sie sieht herrlich aus, fast ein bisschen wie Engelshaar so fein und glänzend. Ich wünsche Euch eine gute kurze Woche, ohne Unwetter.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  16. Hallo Birgit,
    hier zieht gerade auch ein Gewitter auf. Ich habe schon alles verstaut und verschlossen und hoffe, dass wir nicht noch mal so ein Hagelunwetter wie letztes Jahr bekommen. Die Tochter müsste in 15 min. auch vom Schwimmbad hier sein und so ist bei mir alles sicher. Aber die Bauern sind hier noch fleissig am fahren, da muss auch noch etwas Heu eingebracht werden. Ich drück' Euch für die nächste Ernte ganz fest die Daumen!
    Und Deine Himmelfotos sind wunderbar, eine richtig bedrohliche Stimmung.
    LG
    Manu

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  17. Oh das tut mir leid für euch ! Soviel Arbeit für nichts ... Ich hoffe auch immer für die Landwirte bei uns dass die Unwetter nicht allzu heftig sind , man ist so hilf- und machtlos den Naturgewalten gegenüber . Aber zum Glück ist ja bei euch nicht alles verloren . Ich hoffe sehr für euch dass die nächste Heuernte besser wird .
    Aber eure Gelassenheit , euch ins Heu zu legen und eine andere Lösung zu finden finde ich großartig ( und für mich schaut es auch wirklich gemütlich aus ) bei uns hat es schon seit Tagen nicht mehr geregnet und es vertrocknet langsam alles bei dieser Hitze . Ohne Felder Bewässerung ging es wohl gar nicht .
    ganz liebe Grüße , Ursula

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  18. Ja, das eine wie das andere liegen so nah beieinander. Und Du hast es wirklich gut beschrieben. Was nützt es zu jammern und zu klagen. Im Heu zu ruhn und ein Stück Demut vor der Natur zu empfinden ist sicher ein Geschenk, dass man erst lernen muss anzunehmen. Danke für diese Geschichte!
    Liebe Rosaliegrüße

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  19. Hallo Birgit,
    schade und ärgerlich ist das mit der Heuernte!
    Das man aus Schafschur Engelshaar gewinnen kann, wußte ich auch nicht?
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  20. Ein beeindruckendes Naturschauspiel hast du festgehalten. Auch hier sputen sich die Bauern und mussten doppelt wenden.
    Die Wolle ist ja ein Träumchen, bin auch gerade am waschen, aber so ein Glanz...träum..
    LG Sheepy

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  21. Schade, dass eure Heuernte verregnet ist. Wir selbst machen kein Heu, aber alle die es bei uns gemacht haben, haben bestes Heu. Und jetzt würde mal ein schöner Landregen gut tun.

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  22. Wahnsinn, dieser Himmel!!!!!
    Bei uns ist es sehr selten, dass es so viele Tage nicht regnet/gewittert wie bei unserer ersten Heu-Ernte. Wer "herkömmlich" heut (also nicht Siloballen presst), macht bei uns oft noch "Mandln" oder "Riegel" - kennst du das? Da hängt dann das Heu drüber und ist besser geschützt und kann länger draußen bleiben, auch wenn das Wetter nicht optimal ist.
    Alles, alles Liebe!!!!
    maria

    P.S. Wie hast du die Wolle nur so sauber bekommen???

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  23. obwohl ihr die erste Heuernte aufgeben musstet..., ganz, ganz tolle Bilder, man kann sich so gut hineinversetzen, wie das so war. Wie schön, dass ihr es mit Fassung tragen könnt und nicht mit Groll... So heftig hat es hier nicht gewittert. Bei den leuchtenden Wollefotos musste ich auch an alte "Rauschgoldengel" denken... gutes Heuwetter und den Regen erst nach dem Einfahren wünsche ich euch! Lieben Gruß Ghislana

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