Freitag, 26. September 2014

Monatscollage


Der September ist und war geprägt von überwiegend warmen Eindrücken.
Vom Goldgelb der Ähren über Maisgelb-grün der nach und nach abgeernteten Felder und der bereits umgepflügten erdig-braunen Äcker bis zum satten, warmen Orange der nach dem Frühnebel aufziehenden Sonne. Genauso stellen sich auch die Pflanzenfärbungen dieses Monats dar.
Die ersten schäumenden Weihnachtsgeschenke mit Rosenduft und Tonerden wurden gesiedet.
Bleibende, tiefe Spuren haben auch die Tage in Hamburg, ganz besonders das Oratorium und die still gesprochenen Worte,  hinterlassen.
Wie gerade im Herbst die Vergänglichkeit alles Lebendigen deutlich wird, so wird ein langes Menschenleben immer blasser, aber doch aufgehoben in einem feinen Netz von Fürsorglichkeit. Trotz allem ein Geschenk, das erleben zu dürfen.



Anderes Erlebtes, mehr oder weniger belanglos, konnte schwer in der Collage untergebracht werden - so z.B. die Invasion der Raupen dieses kleinen und zarten Kohlweißlings auf den Gemüsegarten. Zum Glück waren Kohlrabi und Broccoli schon erntereif und die Kompanie konnte ihr Blättermahl auf dem Misthaufen beenden.



Gerne hätte ich den plötzlichen Überschuss an Gemüse und Äpfeln tiefgekühlt und für weniger üppige Jahreszeiten aufgehoben - der Boden, in nachfeierabendlicher Gemeinschaftsarbeit vollendet, ermöglichte ja nun endlich ein Aufstellen der Regale und eines TK-Schrankes - dem soll allerdings bis heute nicht so sein. Nun denn - sind wir bisher mit drei kleinen TK-Schubladen ausgekommen, werden wir es auch noch eine Weile schaffen und eiserne Nerven behalten.  



Wie übersetzte mein Mann den Ausspruch vom Dalai Lama in diesen Tagen frei und gebetsmühlenartig: Der unsympathischste Mensch ist dein bester Lehrer für Toleranz!
Da habe ich wohl noch ein paar Lektionen vor mir, aber man lernt ja bekanntlich nicht für den Lehrer sondern für´s Leben ;o)


Noch viele schöne Monatscollagen findet ihr bei Birgitt

Kommentare:

  1. die 10 Gebote sind ein soooo tolles Musical und mein Herz erwärmte sich sofort als ich die Eintrittskarte in deiner Monatskollage erspäht habe. Für mich/uns ein ganz besonderes Musical, durften wir doch im Chor mitsingen. Musst du dich in Toleranz üben in Bezug auf den Kellerboden??? Ich finde den total gelungen, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Das mit dem Rüberretten wollen, kenn ich im Moment auch sehr gut :). Noch viele gelb-orangfarbene Tage wünscht dir bjmonitas PS: kennst du den Song von Gregor Meyle "Hier spricht dein Herz" anderer Song gleiches Thema.

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    1. Nee, nee, der Boden ist gut geworden (haben diesmal das Fugenmaterial nur etwas zu lange anziehen lassen, daher wurde das Abreiben so mühsam).
      Das Lied höre ich mir mit Ruhe an, jetzt geht es erst einmal zum Frauenfrühstück ....

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  2. Schön, dass Du in HH sein durftest. Das Konzert hätte ich mir auch angesehen. Das Schaf sieht wunderbar aus.

    LG Ate

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  3. ...eine schöne Collage hast du da wieder zusammen getragen, liebe Birgit,
    mit Farben, die froh stimmen...und ergänzt mit stimmungsvollen Herbstbildern...beeindruckend die still gesprochenen Worte und der Schmetterling auf der Hand...danke für deine Monatsmomente,

    lieber Gruß Birgitt

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    1. Der Falter hatte in den draußen lagernden Dahlienblüten-Blättern übernachtet und war noch ganz klamm. Grüße auch zu dir!

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  4. hallo birgit,
    was hat das Schaf für tolle blaue Augen! Das erste Foto ist so wunderhübsch und spiegelt die Vergänglichkeit und die Herbstzeit besonders gut wieder!
    LG Heidi

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    1. Die blauen Augen hat sie von ihrem Vater geerbt und lassen fast jedes abgefressene Blümchen vergeben ;o)

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  5. Das Bild vom Einfugen erschüttert mich fast... diese Arbeit finde ich so grauselig ;o)
    Der unsympathischste Mensch ist dein bester Lehrer für Toleranz... diesen Satz sollte ich mir sehr gut merken, denn wenn die Lehrerin des Sohnes genau dieser Mensch ist, dann braucht man SEHR viel Übung in Toleranz!!
    Deine beiden Herbstbilder der Natur sind so herrlich ruhig. Sie zeigen die Schönheit dieser Jahreszeit!
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Elke

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  6. herrliche und berührende bilder und worte für den herbst, da hast du einiges erlebt, und manches wurde dir "zu bunt" ;-), toleranz zu üben ist eine lebensaufgabe... - danke für deine schönen sanften september farben! herzlich ghislana

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  7. Tolle Bilder, ich mag den Herbst sehr gern....

    Hast Du die 10 Gebote mal in "Ruhrpottdeutsch" gehört! Eine tolle Sichtweise eines Pfarrers :o)

    LG von der Maus

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  8. Wieder ganz viele Eindrücke für uns hast du gesammelt. Ja Geduld und Toleranz kann auch ich ein Leben lang üben. Aber es gibt zum Glück auch Moment, welche man einfach so geniessen kann.
    Liebe Grüsse
    Berni

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  9. Der Boden ist ganz wunderschön!! Aber deinen Unmut zum Gefrierschrank ist sehhhhr nachvollziehbar!
    Gut, wenn man Sinn darin erkennen kann :)
    Herzlichst
    yase

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  10. Der unsympathischste Mensch ist dein bester Lehrer für Toleranz! Das muss ich mir merken. Der boden sieht phantastisch aus.

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